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Schlosskirche Köpenick

Schlosskirche Köpenick Treptow-Köpenick

Schlosskirche Köpenick

Die Schlosskirche Köpenick, eingebettet im malerischen Stadtteil Treptow-Köpenick in Berlin, ist ein beeindruckendes Beispiel barocker Baukunst, das Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit einlädt. Diese reizvolle Kapelle mit ihrer reichen Geschichte und ihrem eleganten Design bietet eine ruhige Oase abseits des hektischen Stadtlebens und ist ein Muss für Geschichts- und Architekturliebhaber.

Die Geschichtlichen Wurzeln der Schlosskirche Köpenick

Die Ursprünge von Köpenick reichen bis ins Mittelalter zurück, da es strategisch günstig an der Mündung von Dahme und Spree liegt. An der Stelle, wo heute die Schlosskirche steht, befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Festung. Im 16. Jahrhundert verwandelte Kurfürst Joachim II. das Gebiet in ein Jagdschloss. Im Jahr 1677 beauftragte Friedrich, der Kurfürst von Brandenburg, den Bau eines neuen Schlosses, zu dem 1682 unter der Leitung des Architekten Johann Arnold Nering die Schlosskirche hinzugefügt wurde.

Die Kirche wurde offiziell am 6. Januar 1685 eingeweiht, obwohl ihre Schirmherrin, Prinzessin Elisabeth Henriette, diesen Tag nicht mehr erlebte. Im Laufe der Jahrhunderte diente die Kirche verschiedenen Gemeinschaften, darunter deutschen und niederländischen Reformierten, Hugenotten aus Frankreich sowie Flüchtlingen aus der Pfalz, Böhmen, Mähren, der Schweiz und Polen.

Architektonische Pracht

Die Außenfassade der Schlosskirche Köpenick ist ein Zeugnis barocker Eleganz. Die Fassade ist mit Pilastern und Volutenkapitellen verziert, was eine harmonische Symmetrie schafft. Der Eingang der Kirche wird von einem großen dreieckigen Giebel markiert, der von doppelten Konsolen gestützt wird, und das Tympanon zeigt ein Medaillon, flankiert von Engelsköpfen. Auf der Fassade stehen Statuen der vier Evangelisten, geschaffen von Balthasar Permoser, als stille Wächter, begleitet von Moses und Aaron.

Die Kuppel der Kirche wird von einer achteckigen hölzernen Laterne gekrönt, die mit einem eleganten Turm und Kreuz abschließt. Ursprünglich sollte die Kuppel mit Kupfer bedeckt werden, wurde jedoch stattdessen mit Schiefer versehen, eine Entscheidung, die während der Restaurierung in den späten 1990er Jahren korrigiert wurde, als das Kupfer schließlich angebracht wurde, um die beabsichtigte Pracht der Kirche wiederherzustellen.

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Das Innere: Ein Ausdruck von Eleganz

Beim Betreten der Schlosskirche Köpenick werden die Besucher von einem ruhigen und edlen Innenraum empfangen. Die Wände und die Decke sind mit neoklassizistischem Stuckwerk verziert, das von geschickten italienischen Handwerkern gefertigt wurde. Flankierte doppelte Pilaster mit korinthischen Kapitellen säumen die Wände, und die Decke weist ein kassettierte Tonnengewölbe mit Akanthusrosetten auf.

Eines der bewegendsten Merkmale der Kirche ist eine Marmorbüste von Prinzessin Elisabeth Henriette, die im Stuck über der Kanzel eingebettet ist. Dieses Denkmal, wahrscheinlich von Johann Michael Döbel geschaffen, wird von zwei Engeln getragen, während ein dritter mit der Kurfürstenkrone darüber schwebt.

Ein Ort des Gottesdienstes und der Musik

Das Innere der Kirche spiegelt ihre Rolle als Gotteshaus für die reformierte Gemeinde wider, mit einem Fokus auf Einfachheit und der Zentralität der Kanzel. Die Kanzel selbst ist ein Meisterwerk, verziert mit Akanthusmotiven und gekrönt von einem großen, schlichten Kreuz. Ein einfacher Tisch dient als Altar und betont die Bedeutung der Predigt in reformierten Gottesdiensten.

Neben ihren religiösen Funktionen ist die Schlosskirche Köpenick auch ein Veranstaltungsort für Konzerte und bietet den Besuchern die Möglichkeit, ihre hervorragende Akustik und die Schönheit ihrer Umgebung zu genießen.

Die Orgel: Ein Melodisches Meisterwerk

Die Orgel der Kirche, untergebracht in einem klassizistischen Gehäuse aus dem Jahr 1846, wurde 1987 von der Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt rekonstruiert. Dieses rein mechanische Instrument verfügt über 14 Register auf zwei Manualen und einem Pedal und bietet eine reiche Klanglandschaft sowohl für den Gottesdienst als auch für musikalische Darbietungen.

Denkmalschutz

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Schlosskirche Köpenick mehrfach restauriert, insbesondere 1973/1974. Diese Bemühungen haben die Erhaltung ihrer architektonischen Integrität und historischen Bedeutung sichergestellt, sodass zukünftige Generationen ihre Schönheit und ihr Erbe schätzen können.

Zusammenfassend ist die Schlosskirche Köpenick mehr als nur ein historisches Denkmal; sie ist ein lebendiges Zeugnis der kulturellen und religiösen Geschichte Berlins. Ihre elegante Architektur, die ruhige Atmosphäre und die reiche Geschichte machen sie zu einem unverzichtbaren Ziel für jeden, der die Stadt besucht. Ob ihr von ihrer architektonischen Schönheit, ihrer historischen Bedeutung oder der Ruhe angezogen werdet, die sie bietet, die Schlosskirche Köpenick verspricht ein unvergessliches Erlebnis für alle, die ihre Türen betreten.

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